Neue Studie zum Zustand der Schweizer Nutzpflanzenvielfalt

Die Vielfalt von Kulturpflanzen und ihren Sorten ist eine zentrale Grundlage für eine nachhaltige Landwirtschaft. Sie sorgt für stabile Erträge, stärkt die Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimawandel, Krankheiten und extremen Wetterereignissen – und bildet die Basis für die Züchtung zukünftiger Sorten. Gleichzeitig ist sie entscheidend für eine vielfältige und gesunde Ernährung.

Doch wie steht es um die Vielfalt unserer Kulturpflanzen? Eine neue Studie zeigt erstmals umfassend: Die Agrobiodiversität in der Schweiz ist heute insgesamt gut abgesichert – doch ohne kontinuierliches Engagement drohen rasch Verluste und es braucht noch mehr Anstrengungen, um die Vielfalt auf die Felder zu bringen.

Die gzpk, als Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat die Vielfalt auf den Äckern und Tellern zu fördern, interessiert sich sehr für die Resultate der Studie. Erfreulich ist beispielsweise, dass einige Nischenkulturen seit dem Jahr 2000 einen starken Anstieg der Anbaufläche verzeichnen. So hat die Anbaufläche beim Emmer und Einkorn etwa um das Siebenfache zugelegt. Bei den Lupinen hat sie sich fast verneunfacht.

Erschreckend ist die Erkenntnis zur Vielfalt im Dinkelanbau. Die Sortenvielfalt auf den Schweizer Äckern ist hier besonders tief. 80 Prozent der Dinkelanbaufläche wird von nur zwei Sorten bestückt. Jedoch sind insgesamt sieben Dinkelsorten in der Schweiz für den Anbau verfügbar.

Die Autorinnen und Autoren der Studie erklären: „Eine grosse Sortendiversität im Anbau ist wichtig, da verschiedene Sorten unterschiedliche Eigenschaften aufweisen – etwa hinsichtlich Krankheits- und Schädlingsresistenzen, Blütezeit, Reifezeitpunkt oder Standortansprüchen. Diese Vielfalt erhöht die Resilienz der Landwirtschaft, verbessert die Ertragssicherheit und trägt somit wesentlich zur Ernährungssicherheit bei.“

Medienmitteilung vom