Lupinen zeichnen sich durch eine hohe Anpassungsfähigkeit und Robustheit aus. Sie sind sowohl für die menschliche Ernährung als auch als proteinreiches Tierfutter geeignet, wodurch die Lupine Landwirten als Nischenkultur dienen kann und die Selbstversorgung mit heimischem Futter erleichtert. Durch die in den 90er Jahren erstmals aufgetretene Pilzkrankheit Anthraknose ist die Lupine jedoch fast vollständig aus dem Anbau verschwunden.

gzpk-Züchterin Miriam Kamp (links) und FiBL-Züchterin Christine Arncken (rechts) im Lupinenversuch in Feldbach.

Züchtung neuer Sorten für die Schweiz

Die beiden wichtigsten Zuchtziele sind dabei eine verbesserte Resistenz gegenüber der Brennfleckenkrankheit (Anthraknose) und sehr tiefe Alkaloidgehalte. Zusätzlich werden Frühreife, Unkrautunterdrückungsvermögen, Standfestigkeit und natürlich Kornertrag in der Selektion beachtet.
Die gzpk arbeitet seit 2017 mit dem FiBL Schweiz zusammen an diesen Zuchtzielen. Während die ersten Vorstufen der Züchtung vom FiBL initiiert wurden, hat die gzpk 2025 mit dem Projekt LuZIA die Leitung des gemeinsamen Züchtungsprogramms übernommen. Das FiBL arbeitet weiter an der Grundlagenforschung mit Weissen Lupinen.
Im Moment liegt der Schwerpunkt unserer Arbeit auf der Evaluierung der besten Zuchtstämme, dem Aufbau der Erhaltungszüchtung, der Vermehrung und der Vorbereitung der Sortenanmeldung. Wir hoffen, in den nächsten Jahren die erste komplett unter biologischen Bedingungen gezüchtete Sorte von Weisser Lupine zur Zulassung zu bringen.