Zwei Frauen an der Spitze der Schweizer Biozüchtung
Monika Baumann, welche die Geschäftsführung der gzpk (Getreidezüchtung Peter Kunz) innehat, bildet per 1. Juli 2025 die Co-Geschäftsleitung mit Dr. Leonie Hart. Leonie Hart löst Herbert Völkle ab, der per Ende 2024 aus der Geschäftsleitung der gzpk austrat, um vollumfänglich die Geschäfte der BioSaat GmbH zu führen. Die BioSaat kümmert sich um die Vermarktung von bio-gezüchteten Sorten auf dem europäischen Markt und trägt wesentlich zur Steigerung der Sichtbarkeit von gzpk-Sorten bei.
Die neue Co-Geschäftsleiterin Leonie Hart ist seit Dezember 2023 bei der gzpk in den Bereichen Projektmanagement und Kommunikation tätig. «Ich bin dankbar, dass ich noch etwa ein Jahr mit Herbert Völkle zusammenarbeiten konnte. So schufen wir einerseits eine gute Übergabe für die Anliegen des Vereins und andererseits eine tolle Basis für die künftige enge Zusammenarbeit im Bereich der Sortenvermarktung», erklärt Leonie.
Sie startete ihre landwirtschaftliche Laufbahn im Gemüsebau auf einem Biobetrieb in Kanada. Die gebürtige Baden-Württembergerin hat in Hohenheim ihr Agrar-Studium absolviert, mit einem Fokus auf Pflanzenwissenschaften. Später hat sie in Kooperation mit der eidgenössischen Forschungsanstalt Agroscope promoviert. Sie bringt besonderes Fachwissen und Erfahrung mit in den Bereichen der Arbeitsorganisation und Automatisierung im Landbau, dem wissenschaftlichen Arbeiten und im Agrarjournalismus. «Ich freue mich darauf die Biozüchtung der gzpk noch bekannter zu machen und zusammen mit den Menschen, die sie ausmachen, neue und gewohnte Wege beschreiten zu dürfen.»
Zur Stärkung der Leitung meint Monika Baumann: «Mit unseren Bio-Sorten liefern unsere Züchter:innen den Bäuerinnen und Bauern stabile Erträge und Qualitäten und tragen damit einen Teil zur finanziellen Sicherheit der Bauernfamilien bei. Die Finanzierung unserer Arbeit, der Biozüchtung, ist eine grosse Herausforderung – mit der neuen Co-Leiterin Leonie Hart stärken wir Kommunikation, Funding und Projektmanagement für eine langfristige Zukunft von gzpk.»