Artikel im Zürcher Bauer von Evelyne Vonwyl und Rachel Müller

Mit der Züchtung wenig verbreiteter Getreidearten leistet gzpk einen Beitrag zur Erhaltung der Agrobiodiversität. Zudem entsteht damit auch ein vielfältigeres Angebot auf unseren Tellern.

Seit bald 10 Jahren züchtet gzpk Triticale mit dem Fokus auf der Eignung als Brotgetreide. Die Kreuzung zwischen Hartweizen und Roggen ist eine sehr junge Getreideart. Seit 2016 ist die gzpk Sorte Tripanem als Nischensorte angemeldet. Verarbeiter*innen stellen aus ihr beispielsweise Brot und Spätzli her. Gleichzeitig ist es ein langer Weg, bis eine für die menschliche Ernährung wenig bekannte Getreideart ihren Platz in den Köpfen der Menschen findet.

Emmer ist eine weitere Nischenkultur, die gzpk seit sieben Jahren züchterisch aufbaut. Der lange Entwicklungszyklus, geringere Erträge und herausfordernde Backqualität mögen begründen, dass die heimische Getreidekultur nur selten auf den Äckern anzutreffen ist. gzpk fokussiert sich beim Emmer auf seine Eignung zur Teigwarenproduktion. Der vermehrte Gebrauch von Emmer als Pasta-Getreide könnte den Import von Hartweizen reduzieren und lokale Produktionsketten stärken. Dies vor Augen, beschränkt sich die Arbeit der gzpk nicht auf die Züchtung.

Insbesondere bei Nischenkulturen gilt es, sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu vernetzen. Diese Bemühungen geschehen mit Weitblick. Denn Nischenkulturen tragen zur Vielfalt auf unseren Äckern bei. Und dies eröffnet mehr Handlungsspielraum im Hinblick auf künftige Herausforderungen in der Landwirtschaft.

Im „Zürcher Bauer“ stellen Rachel Müller und Evelyne Vonwyl unsere Nischenkulturen Triticale und Emmer vor und berichten zu den aktuellen Herausforderungen entlang der Wertschöpfungskette. Hier geht’s zum Artikel.