Erbse – die vergessene Proteinquelle Europas

Sieh, das Gute liegt so nah: Die einheimischen Eiweisserbsen stehen Soja, Kichererbsen und Linsen kulinarisch in nichts nach – und doch kennen sie nur Wenige. Das will Erbsenzüchterin Agata Leska ändern.

Erbsen gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Bereits 7000 vor Christus wurden sie im Vorderen Orient angebaut und verbreiteten sich in der Jungsteinzeit nach Mitteleuropa. Dort gehörten sie über lange Zeit neben Einkorn, Emmer und Linsen zu den wichtigsten Ackerkulturen und dienten den Bauernfamilien in getrockneter Form und als Mus zubereitet als Nahrung, die ihnen half durch die harten Winter zu kommen. Erst im 17. Jahrhundert wurden für die königlichen Hofgesellschaften süsse Erbsensorten gezüchtet, die grün gegessen wurden. Vom Speisezettel verschwand die Trockenerbse aber erst im 20. Jahrhundert, als sich einerseits breitere Bevölkerungsschichten mit tierischem Eiweiss versorgen konnten und andererseits die Konservenfabriken und Tiefkühler das Konservieren der Zuckererbsen möglich machten. Noch heute ist die Unterart der Eiweisserbsen, die Zuckererbsen oder Kefen (Pisum sativum medullare), ein beliebtes Gemüse in Küche und Garten.

Die Reportage über die Erbsenzüchtung mit Agata Leska erschien in der Zeitschrift oliv – Die grüne Seite des Lebens (5/2020). Lesen sie den ganzen Text.